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Glossar

Das Weiterbildungs-Glossar wird laufend ergänzt. Sollte ein Begriff derzeit nicht zu finden sein, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir werden den Begriff, sofern er im Rahmen des Portals sinnvoll erscheint, in das Glossar aufnehmen.

Akkreditierung

Die Akkreditierung dient - wie die Evaluation - der Qualitätssicherung bei der Einführung neuer und Überprüfung bereits bestehender Studiengänge. Sie, d.h. die Zertifizierung eines Studienganges, erfolgt nach Prüfung fachlich-inhaltlicher Mindeststandards, der Berufsrelevanz des zu vergebenden Abschlusses sowie der Schlüssigkeit der Gesamtkonzeption des Studienganges. Die Akkreditierung wird im Rahmen eines externen Kontrollverfahrens (peer review) befristet vergeben, so dass der Studiengang nach Ablauf einer gewissen Zeit von neuem überprüft werden muss. Die Leitung des Begutachtungsprozesses liegt bei Agenturen, welche ihrerseits mithilfe ständiger, externer Evaluierung überprüft werden.

Davon zu unterscheiden ist die institutionelle Akkreditierung. Dies ist ebenfalls ein Verfahren zur Qualitätssicherung. Es soll klären, ob eine Hochschule in der Lage ist, Leistungen in Lehre und Forschung zu erbringen, die anerkannten wissenschaftlichen Maßstäben entsprechen. Die institutionelle Akkreditierung zielt auf die Sicherung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Hochschuleinrichtung ab und sichert dadurch die Interessen der Studierenden, aber auch der privaten und öffentlichen Arbeitgeber als Abnehmer der Absolventen. Bisher hat der Akkreditierungsausschuss dem Wissenschaftsrat fünfzehn Stellungnahmen zur Akkreditierung nichtstaatlicher Hochschulen vorgelegt, 13 wurden akkreditiert.

Allgemeine Hochschulreife

Gemeint ist die Berechtigung zum Studium aller Fachrichtungen an allen Hochschulen Deutschlands. Die Allgemeine Hochschulreife kann z. B. mit dem Abitur, in der Regel aber auch durch den Abschluss eines ersten Hochschulstudiums erworben werden.

Allgemeines Vorlesungsverzeichnis

Hier finden sich alle Veranstaltungen aller Fachbereiche eines Semesters an einer Hochschule mit allen notwendigen Informationen. Ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis bietet darüber hinaus inhaltliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen. Vorlesungsverzeichnisse gibt es in Buch- oder Broschürenform zu kaufen oder im Internet zum Herunterladen.

Alumni

Mit Alumni (von alumnus, lat., = Zögling eines Alumnats) werden die Absolventeninnen und Absolventen einer Hochschule bezeichnet. So genannte Alumnibeauftragte oder -vereine organisieren den Kontakt unter den Ehemaligen, diese Kontakte werden zunehmend auch als Karrierenetzwerk genutzt.

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Anbieter von Weiterbildungsmaßnahmen

Unter dem Anbieter einer Weiterbildungsmaßnahme werden Institutionen, Gesellschaften oder Einzelpersonen verstanden, die im rechtlichen Sinne die Verantwortung für Inhalt und Ablauf einer Bildungsmaßnahme tragen. Es lassen sich je nach Angebotsschwerpunkt folgende Anbietertypen unterscheiden:
• Anbieter der allgemeinen und lebenspraktischen Weiterbildung (Volkshochschulen, kirchliche Träger, Bildungswerke)
• Anbieter der beruflichen Weiterbildung (IHK, Berufsverbände und Handwerkskammern) und
• Anbieter der wissenschaftlichen Weiterbildung (Hochschulen)

Aufbaustudium / Weiterbildendes Studium

Ein Aufbaustudium richtet sich an Hochschulabsolventinnen und -absolventen sowie an Personen, die eine Studieneignung im Beruf oder auf andere Weise erworben haben. Berufstätige haben im Rahmen der ein- bis mehrsemestrigen Angebote die Möglichkeit, sich zielgruppenspezifisch und themenorientiert weiterzubilden. Diese Form des Studiums ist berufsbegleitend organisiert, folglich finden die Präsenztermine vor Ort vornehmlich abends oder am Wochenende statt. Die Teilnahme an einzelnen Angeboten ist zumeist an bestimmte Qualifikationsvoraussetzungen gebunden, die entsprechenden Informationen finden Sie in den jeweiligen Veranstaltungsbeschreibungen der Anbieter.

Aufstiegsfortbildung

Die so genannte Aufstiegsfortbildung soll Arbeitnehmer/-innen dabei unterstützen, durch die Erweiterung von Qualifikationen beruflich voranzukommen. Meist setzt die Aufstiegsfortbildung eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine einschlägige, meist mehrjährige Berufserfahrung voraus. Sie ist durch Regelungen der Länder (z.B. Fachschulen), des Bundes oder der Kammern (z.B. Meisterprüfung) festgelegt.

Ausbildung

Unter einer Ausbildung werden Bildungsmaßnahmen verstanden, die grundlegende berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln und mit einem staatlich oder regional anerkannten Abschluss (Diplom, Facharbeiterbrief, Zertifikat, Zeugnis o. ä.) abschließen. Hierzu zählen die Ausbildung im Dualen System (Lehre) und das Studium an Universitäten, Fachhochschulen oder Akademien.

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Bachelor

Dieser akademische Grad kann an Hochschulen nach einer Regelstudienzeit von mindestens drei und höchstens vier Jahren erworben werden und führt damit zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. In einem weiterführenden Studium von ein bis zwei Jahren kann der nächst höhere Grad – der Master - erlangt werden. Bachelor und Master bilden ein neues Graduierungssystem gestufter Abschlüsse, das analog zu den traditionellen Studienabschlüssen (Diplom, Magister, Staatsprüfung / Staatsexamen) existiert.

Berufsbezogendes Studium

Im Gegensatz zu den "klassischen" Studiengängen liegt in dualen Studiengängen der Schwerpunkt eher auf der beruflichen Praxis. Duale Studiengänge gliedern sich in
• berufsintegrierende duale Studiengänge für Studierende, die für gewöhnlich tageweise oder in Blöcken ausgeübt werden, sowie in
• berufsbegleitende duale Studiengänge für Studierende, die das Studium neben einer Vollzeit- Beschäftigung im Selbststudium mit Begleitseminaren, höchstens aber an einem Tag pro Woche, durchlaufen.

Bildungsurlaub

Bildungsurlaub ist die bezahlte Freistellung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für Weiterbildungsmaßnahmen während der regulären Arbeitszeit. Der rechtliche Anspruch auf Bildungsurlaub ist von Bundesland zu Bundesland verschieden
s. Gesetze.

Blended-Learning

Gemeint ist ein „vermischtes Lernen“ oder auch ein „hybrides Lernarrangement“. Blended Learning ist folglich eine Kombination aus Präsenzlehre und telemedialer Lehrangebote bzw. Unterstützung.

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Blockveranstaltung

Es handelt sich um eine Veranstaltung, die nicht regelmäßig über die Dauer eines Semesters verteilt stattfindet (jede Woche eine bestimmte Anzahl von Stunden), sondern auf einen Zeitraum von mehreren auf einander folgenden Tagen/Wochen konzentriert ist.

Bologna-Prozess

Im Juni 1999 unterzeichneten 29 europäische Bildungsminister die Bologna-Erklärung zur Schaffung eines europäischen Hochschulraums bis zum Jahre 2010 und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas als Bildungsstandort weltweit.

Career Center / CampusCenter

Das Career Center unterstützt Studierende mit Angeboten zu den Themen Beruf, Arbeitsmarkt, Bewerbung und Praktikum. Es ist in der Regel der entsprechenden Hochschule angegliedert.

Curriculum

Dieser Begriff bezeichnet den Lehrplan, der die Unterrichtsziele und ihre Beschreibung, aber auch die Unterrichtsorganisation und die Methoden, mit denen die Bildungsziele in den einzelnen Fächern bestimmt werden sollen, beschreibt.

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DGWF

Abkürzung für die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF), früher: Arbeitskreis Universitäre Erwachsenenbildung (AUE). Die Aufgabe der DGWF ist die Förderung, Koordinierung und Repräsentation der von den Hochschulen getragenen Weiterbildung und des Fernstudiums. Dazu gehört auch die Förderung von Forschung und Lehre auf diesen Gebieten.

Diplom

Es handelt sich um eine Urkunde als Auszeichnung für eine beachtliche Leistung oder für eine bestandene Prüfung. Seit 1899 ist das Diplom ein akademischer Grad, der nach erfolgreicher mündlicher und schriftlicher Abschlussprüfung, einschließlich Diplomarbeit, von einer Hochschule in Deutschland verliehen wird und als Berufsbezeichnung geführt werden kann. Das Diplomstudium gliedert sich in ein 4-semestriges Grund- und ein anschließendes Hauptstudium.

Diploma Supplement

Die Europäische Kommission, der Europarat und die UNESCO haben gemeinsam einen Diplomzusatz entwickelt, um die Transparenz der Qualifikationen für akademische und berufliche Zwecke zu erhöhen. Das Diploma Supplement beschreibt in der jeweiligen Landessprache sowie in englischer Sprache Art und Inhalt des Studiengangs und das jeweilige Qualifikationsniveau. Damit die Qualifikation im jeweiligen Bildungskontext gesehen werden kann, liefert das Dokument ferner Informationen über das Hochschulsystem des ausstellenden Landes.

E-Learning

E-Learning steht für “elektronisches Lernen”. E- Learning-Angebote ermöglichen meist ein ort- und zeitunabhängiges Lernen am Computer, wobei ein unmittelbarer Kontakt zum Lehrenden meist über E- Mail, Chat oder Videokonferenz besteht. Reine E- Learning-Weiterbildungsangebote sind selten, meist werden sie z.B. durch Präsenzveranstaltungen ergänzt (Blended Learning).

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ETCS

Das European Credit Transfer System (ETCS) ist ein Kredit-System zur Anrechnung von Studienleistungen. Das System stellt eine Methode zur Messung und zum Vergleich von Studienleistungen dar und ermöglicht so deren Übertragung europaweit von Hochschule zu Hochschule. Mittels Bereitstellung von detaillierten Informationen über die jeweiligen Studiengänge und den Stellenwert der einzelnen Lehrveranstaltungen wird eine Transparenz der akademischen Lehrangebote erreicht. Wichtigste Elemente des ECTS sind das Informationspaket (information package), das Studienabkommen (learning agreement) und die Studiendaten bzw. Stammblatt (transcript of records).

Europäischer Hochschulraum

Eines der wichtigsten Ziele der europäischen Bildungsminister zur Förderung der Hochschulzusammenarbeit ist die Schaffung eines Europäischen Hochschulraumes bis 2010. Die beteiligten Länder, die im Rahmen des “Bologna- Prozesses” eine größere Kompatibilität und Vergleichbarkeit europäischer Hochschulsysteme anstreben, haben sich dabei auf eine Reihe von Zielen verständigt. Dazu gehören u.a.:
• die Förderung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden,
• die Einführung von zweistufigen vergleichbaren Studienabschlüssen sowie
• die Implementierung von ECTS-kompatiblen Leistungspunktsystemen.

Evaluation

Die Evaluierung ist neben der Akkreditierung die zentrale Aktivität zur Bewertung der Qualität in der Hochschulbildung. Evaluiert werden Lehre und Studium eines Faches oder Fachbereichs sowie die jeweils zugeordneten Studiengänge. Durch eine Ist- Stand-Analyse sollen Stärken und Schwächen der Ausbildung aufgezeigt sowie Vorschläge zur Sicherung ihrer Qualität formuliert werden. Die Evaluierung wird entweder intern und/oder extern durchgeführt, ist aber nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Fachabitur

Das Fachabitur kann an einem Gymnasium oder einer entsprechenden Fachschule erworben werden. Es berechtigt zum Hochschulstudium (FH, Universität) eines bestimmten Fachgebietes oder an einer bestimmten Fakultät.

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Fachbereich / Fakultät

Hochschulen gliedern sich in Fachbereiche und/oder Fakultäten, die Lehre und Forschung für verschiedene, inhaltlich verwandte Studienfächer leiten und organisieren (z.B. Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Fachbereich Chemie).

Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife wird nach der 12. Klasse bei entsprechendem Notendurchschnitt erworben und ist Mindestzugangsvoraussetzung für ein Studium an einer Fachhochschule.

Fernuniversität

An einer Fernuniversität kann orts- und überwiegend zeitunabhängig sowie berufsbegleitend studiert werden. Die Prüfungen werden in den (angemieteten) Hörsälen verschiedener Universitäten in bestimmten Klausurorten geschrieben. Für ausländische Studierende besteht grundsätzlich die Möglichkeit, in den deutschen Botschaften oder nationalen Goethe-Instituten eine Klausur zu schreiben. Manche Prüfungen sind auch per Videokonferenz abzulegen, Lernmaterial wird über das Internet oder den Postweg zur Verfügung gestellt. Die bekannteste deutsche Fernuniversität, und einzig staatlich anerkannte, ist die Fernuniversität Hagen.

Fernunterricht / Fernstudium

Es handelt sich um eine Form der Weiterbildung, bei welcher der Lehrende und der Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind. Der Lernprozess wird im begleitenden Unterricht durch Korrektoren/-innen, Studienleiter/-innen und ggf. durch Dozentinnen und Dozenten betreut. Häufig arbeitet der Lernende mit Lehrbriefen (per Post) oder elektronischen Medien (Blended Learning).

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FrauenAkademie

Die Zentrale Einrichtung für Weiterbildung (ZEW) der Universität Hannover hat das Projekt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Volkshochschulen der Region initiiert. Die Voraussetzungen für die Teilnahme sind Interesse an gesellschaftspolitischen Fragestellungen und deren wissenschaftsorientierter Bearbeitung, sowie die Bereitschaft, die eigene Lebenssituation zu reflektieren und neue Handlungsperspektiven zu entwickeln. Die FrauenAkademie ermöglicht Frauen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Theorien.

Gasthörer/-in

Gemeint sind Teilnehmer/-innen, die in der Regel ohne Prüfungsabsicht und -möglichkeit einzelnen Lehrveranstaltungen beiwohnen. Dafür wird keine Hochschulzugangsberechtigung benötigt. Der Besuch von Lehrveranstaltungen als Gasthörer/-in ist jedoch oftmals gebührenpflichtig, falls nicht gleichzeitig eine Immatrikulation für einen Studiengang vorliegt.

Gender Mainstreaming

Dies ist die politische Handlungsstrategie, mit der soziale Unterschiede und strukturelle Ungleichheiten für Frauen und Männer im privaten und beruflichen Alltag hinterfragt, aufgezeigt und ihre Ursachen, wenn nötig, beseitigt sowie Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht werden kann.

Grundständiges Studium / Erst- Studium

Ein grundständiges Studium führt zu einem ersten akademischen Abschluss. Dem grundständigen Studium kann ein postgraduales Studium angeschlossen werden.

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Habilitation

Nach Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit, der Habilitationsschrift, wird die Lehrbefähigung an wissenschaftlichen Hochschulen erworben.

Hausarbeit

Eine Hausarbeit ist eine von Studierenden selbstständig angefertigte Arbeit mit mehreren Seiten Umfang. Mithilfe dieser schriftlichen Arbeit, für die es meist einen Leistungsschein gibt und die oft im Rahmen eines Seminars zu erarbeiten ist, soll die/der Studierende zeigen, dass sie/er wissenschaftlich arbeiten kann.

Hochschule

Zu den Hochschulen zählen Universitäten, Gesamthochschulen, technische Hochschulen, pädagogische Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen und die Fachhochschulen. Sie haben den Auftrag, sich der Lehre, dem Studium, der Forschung sowie der Weiterbildung zu widmen.

Hochschulrahmengesetz

Das Hochschulrahmengesetz legt die Grundsätze des Hochschulwesens und die Rahmenvorgaben für das Hochschulrecht in Deutschland fest, an denen sich die Ländergesetzgebung zu orientieren hat. mehr unter Gesetze.

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Immatrikulation

Die Einschreibung oder Immatrikulation ist ein Verwaltungsvorgang, bei dem eine Person als Student/-in an einer Hochschule aufgenommen und damit Mitglied wird. Die Immatrikulation erfolgt beim Studierendensekretariat oder beim Immatrikulationsamt einer Hochschule.

Inhouse-Schulung

Die Inhouse-Schulung stellt eine Alternative zu externen Schulungs-Angeboten dar. Die Mitarbeiter/- innen werden direkt im Unternehmen geschult.

Kolloquium

Ein Kolloquium ist ein Gespräch, eine Unterredung, speziell die wissenschaftliche Auseinandersetzung unter Leitung eines/einer Hochschullehrenden.

Konsekutive Studiengänge

Unter konsekutiven Studiengängen werden inhaltlich aufeinander aufbauende Bachelor- bzw. Master- Studiengänge verstanden. Laut Hochschulrahmengesetz darf die gesamte Regelstudienzeit (als Vollzeitstudium) dieser Studiengänge fünf Jahre nicht überschreiten.

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Kontaktstudienbrief

Besonderes Abschlusszertifikat an einigen Hochschulen: Teilnehmer/-innen, die alle geforderten Leistungs- und Studiennachweise erbracht haben, erhalten den "Kontaktstudienbrief“. Dieser enthält Angaben über Art, Inhalt und Umfang des jeweiligen Kontaktstudienganges sowie über die von dem Teilnehmer/ der Teilnehmerin erbrachten Leistungen.

Kontaktstudium / Seniorenstudium

Das Kontaktstudium richtet sich vornehmlich an ältere Erwachsene, die Zeit und Interesse haben, sich mit wissenschaftlichen Fragen zu beschäftigen. Kontaktstudent/-innen können auch ganz einfach nur ihr Wissen in einzelnen Gebieten erweitern. Das Abitur (Allgemeine Hochschulreife) ist für die Zulassung zum Kontaktstudium nicht erforderlich.

Lebenslanges Lernen

Dabei handelt es sich um einen Begriff, der beschreibt, dass die Aneignung neuer Kenntnisse als kontinuierlicher Prozess betrachtet wird. Es wird nicht davon ausgegangen, dass Lernen mit Beendigung der Schul- oder Universitätsausbildung endet, sondern ohne Unterbrechung über das ganze Berufsleben und auch noch im Ruhestand stattfindet.

Leistungsnachweis (Schein)

Ein Leistungsnachweis oder Schein ist ein benoteter oder unbenoteter Beleg über die erfolgreiche Teilnahme an einer Lehrveranstaltung. Leistungsnachweise können aufgrund einer schriftlichen oder mündlichen Prüfung, von Referaten u. a. vergeben werden. In jedem Studiengang muss eine in einer Prüfungsordnung festgelegte Anzahl von Leistungsnachweisen als Voraussetzung für die Zulassung zur Zwischen- bzw. Abschlussprüfung erbracht werden.

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Lernplattform

Die Lernplattform ist eine meist sehr umfangreiche Software, mit der Sie alle Informationen zu Ihren Lehrveranstaltungen im Netz einsehen können. Hier finden Sie übersichtlich und recherchierbar Online- Angebote (Skripte, Übungen, Infos etc.) zu Ihren Vorlesungen. Sie können über die Lernplattform auch Ihren Dozenten/-innen und Ihre Kommilitonen/-innen kontaktieren oder Hausarbeiten abgeben. Darüber hinaus können mit einer Lernplattform Teilnehmer/-innen „verwaltet“ oder Kurse und Veranstaltungen bearbeitet und publiziert werden. Eine Lernplattform ist die elektronische Schnittstelle zwischen dem Bildungsanbieter und den Lernern.

Login

Unter einem Login wird das Anmelden in einen geschützten, nicht allen zugänglichen Bereich verstanden. Dies geschieht häufig mittels eines Benutzernamens und eines Kennwortes. Beim Login soll kontrolliert werden, ob der Benutzer/die Benutzerin berechtigt ist, erweiterte Funktionen des Angebots zu nutzen.

Magister (M.A.)

Der Magister Artium ist ein akademischer Grad, der von einer Hochschule verliehen wird. Im Unterschied zum Diplomstudiengang müssen in einem Magisterstudium mindestens zwei Hauptfächer oder ein Hauptfach und zwei Nebenfächer miteinander kombiniert werden, die fachlich nicht miteinander verwandt sein müssen. Der Magister ist der in Deutschland gebräuchlichste Abschluss von geisteswissenschaftlichen Studiengängen.

Master

Der Master gehört mit dem Bachelorabschluss zu einem neu eingeführten Graduierungssystem gestufter Abschlüsse, das parallel neben den traditionellen Studienabschlüssen (Diplom, Magister, Staatsprüfung / Staatsexamen) besteht. Er ist ein akademischer Grad, der als weiter berufsspezialisierender Abschluss in drei bis vier Semestern nach vorausgegangenem Bachelor- oder vergleichbarem Abschluss an einer Hochschule erworben werden kann.

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MBA

Der Master of Business Administration (MBA) ist das weltweit wohl bekannteste Masterstudium. In den letzten Jahren ist das Interesse an dieser Management- Ausbildung auch in Deutschland stetig gestiegen.

Modularisierte Weiterbildung

Die Qualifizierung über Weiterbildung findet zunehmend in Modulen statt. Vollzeitmaßnahmen werden inhaltlich und zeitlich in einzelne Lernbausteine zerlegt, dadurch sollen dem individuellen Qualifizierungsbedarf und den zeitlich- organisatorischen Möglichkeiten der Lernerin/des Lerners möglichst genau entsprochen werden.

open university

Die "open university" wurde 1969 in Großbritannien gegründet und ist heute mit ca. 200.000 Studierenden pro Jahr die größte Fernuniversität Europas. Sie ist weltweit (auch in Deutschland) anerkannt für die Qualität und die Konzeption ihrer Kurse sowie die tutorielle Unterstützung ihrer Studierenden. Ihr Sitz ist zwar Milton Keynes im Nordwesten von London, es ist aber darüber hinaus in fast allen europäischen Ländern mindestens eine Betreuungsperson der Open University zu finden, die den Studierenden im Land regelmäßig mit Rat und Tat zur Seite steht. In Deutschland sitzen diese in Hamburg bei der Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung, in Köln, München und Düsseldorf.

Postgraduales Studium

Postgradual bezieht sich auf Studiengrogramme, die einen ersten akademischen Studienabschluss (in der Regel einen Bachelor) voraussetzen.

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Präsenzstudium

Hier findet die räumliche Organisation des Unterrichts im klassischen Sinne statt, d.h. Lehrende und Lernende befinden sich zur gleichen Zeit im gleichen Raum.

Primat der Hochschule

Für die wissenschaftliche Weiterbildung ist das „ Primat der Hochschule“ kennzeichnend. Was angeboten wird, wem etwas angeboten wird und wer lehrt, wird ausschlaggebend von der Hochschule bestimmt.

Promotion

Die Promotion ist ein Verfahren zum Nachweis der Befähigung zu selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit, das bei Erfolg zum Doktorgrad führt. Vornehmlich geht der Promotion ein Hochschulabschluss mit gehobenem Prädikat (Note „ gut“ und besser) voraus. Bestandteil der Promotion ist die Anfertigung einer selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse bringen soll sowie eine mündliche Prüfung (Disputation oder Rigorosum genannt).

Promotionsstudium

Postgraduales Studium, das eine Promotion zum Ziel hat. Doktoranden werden seit 1994 in einem Forschungsprogramm der EU gezielt gefördert. 1991 wurde die Einführung eines “Europäischen Doktorats” als Zusatzzertifikat vorgeschlagen und der Wunsch geäußert, dass Promovenden mindestens ein Jahr im Ausland verbringen sollten.

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Ringvorlesung

Es handelt sich hierbei um eine (häufig interdisziplinäre) Vortragsreihe zu einem ü bergeordneten Thema von verschiedenen Referenten bzw. Referentinnen.

Schlüsselqualifikation

Oftmals werden nicht nur eine praxisorientierte Ausbildung sowie die Erfüllung der stellenspezifischen fachlichen und studienbezogenen Anforderungen (Schwerpunkte, Dauer, Note etc.) bei einem Bewerber/einer Bewerberin vorausgesetzt. In der Regel werden zusätzlich bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die so genannten Schlüsselqualifikationen erwartet wie z.B.:
* Durchsetzungsfähigkeit,
* Einsatzbereitschaft,
* Entscheidungsstärke,
* Führungsfähigkeit,
* Initiative,
* Kommunikationsfähigkeit,
* Kooperationsbereitschaft,
* Problemlösungsfähigkeit,
* Teamfähigkeit und
* Verantwortungsbereitschaft.

Semester

Semester ist die Bezeichnung für das akademische Studienhalbjahr. Das akademische Jahr wird vornehmlich in ein Sommersemester (SS) und ein Wintersemester (WS) aufgeteilt. Dabei umfasst das Semester die Vorlesungs- und die vorlesungsfreie Zeit. Eine weiter gängige Unterteilung ist das Trimester, d.h. die Dreiteilung des Studienjahres.

Semesterwochenstunde (SWS)

Gemeint ist die Anzahl der Stunden, die über ein Semester hin in jeder Woche auf Lehrveranstaltungen entfallen. Der Umfang der Lehrveranstaltungen sowie des gesamten Studiums wird in Semesterwochenstunden (SWS) angegeben. Die Zeit für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen und für das Selbststudium ist darin nicht enthalten.

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Seminar/Seminarkurse

Seminar bezeichnet eine wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft von Studierenden unter Anleitung eines Hochschullehrenden und ist somit eine weitere Form des Hochschulstudiums neben Übung, Vorlesung u. a.

Staatsexamen

Das Staatsexamen ist eine staatliche Abschlussprüfung, die zur Erlangung einzelner akademischer Abschlüsse erforderlich ist (wie Jura, Lehramt, Medizin).

Stipendium

Stipendien werden von den unterschiedlichsten Organisationen angeboten. Diese wirtschaftsnahen, kirchlichen, parteinahen oder gewerkschaftlichen Organisationen unterstützen gegebenenfalls das Studium, die Promotion, die Habilitation, eine Forschungsarbeit oder einen Auslandsaufenthalt finanziell und ideell. Für ein Stipendium ist ein monatlicher Betrag charakteristisch, der sich meist am Bafög-Satz orientiert und weitere Zuschüsse (z.B. Büchergeld) beinhaltet. Im Gegensatz zum Bafög muss das Geld jedoch nicht wieder zurückgezahlt werden.

Studium generale

Darunter werden heutzutage allgemein bildende Vorlesungen verstanden, die als Ergänzung zum Fachstudium belegt werden.

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Universität des 3. Lebensalters

Die „Universität des 3. Lebensalters“ wendet sich an Menschen, die aus dem aktiven Berufsleben bereits ausgeschieden sind oder sich gerade im Übergang zur dritten Lebensphase befinden. Ältere Menschen haben an der Universität des 3. Lebensalters die Möglichkeit, ü ber die Probleme des Alters und des Alterns unter wissenschaftlicher Leitung zu diskutieren. Darüber hinaus können sie sich mit dem neuesten Stand verschiedener Wissenschaften vertraut machen und ihre Allgemeinbildung erweitern.

Virtuelles Klassenzimmer

In einem virtuellen Klassenzimmer lernen die Teilnehmer/-innen, die miteinander durch das Internet verbunden sind, gemeinsam und zur gleichen Zeit. Komfortable Lernplattformen erlauben eine Sicht-, Hör- und Sprechverbindung mittels Webcam und Internettelefonie. Der Unterricht wird von Moderatorinnen oder Moderatoren gestaltet, und es ist möglich, gemeinsam Dokumente zu bearbeiten, Videos einzublenden und Vorträge zu verfolgen.

Weiterbildende Studiengänge

Diese spezielle Form von Studiengängen verlangt in der Regel als Zugangsvoraussetzung eine für den jeweiligen Studiengang einschlägige akademische und/oder berufliche Vorbildung. Dabei ist nicht immer auch eine Hochschulzugangsberechtigung erforderlich, wie sie für Erst-Studiengänge üblich ist. Weiterbildende Studiengänge richten sich an Interessenten/-innen, die ihre bisher erreichte hochschulische und/oder berufliche Qualifikation weiter verbessern möchten. Sie werden z. T. berufsbegleitend durchgeführt und können zu einem formalen Hochschulabschluss (z. B. Diplom) führen. Die Bezeichnung "Weiterbildende Studiengänge" ist nicht eindeutig geregelt, so fallen u.a. "Aufbaustudiengänge", "Weiterbildungsstudiengänge" und "Ergänzungstudiengänge" darunter.

Wissenschaftliche Weiterbildung

Die Wissenschaftliche Weiterbildung umfasst sämtliche Studienangebote, die oftmals nach einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss und nach einer Phase beruflicher Tätigkeit wahrgenommen werden und die im Hinblick auf die Adressatengruppe inhaltlich und didaktisch-methodisch auf Hochschulniveau entsprechend aufbereitet sind sowie das spezifische Zeitbudget Berufstätiger berücksichtigen. Wissenschaftliche Weiterbildung knüpft üblicherweise an berufliche Erfahrungen an, setzt aber nicht zwingend einen Hochschulabschluss voraus. Sie kann abschlussbezogen (z.B. Zertifikat, Zeugnis, Weiterbildungs-Master), oder auch nicht abschlussbezogen sein, und sie ist in der Regel berufsbezogen, kann aber auch einem allgemeinen Erkenntnisgewinn dienen.

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Wissenschaftsrat

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder. Er gibt Empfehlungen und Stellungnahmen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen sowie der Wissenschaft und der Forschung. Ein besonderes Aufgabenfeld ist dabei die Begutachtung wissenschaftlicher Institutionen wie Universitäten und Fachhochschulen hinsichtlich ihrer Struktur und Leistungsfähigkeit.

Für private Hochschulen ist es notwendig, sich zwei getrennten Systemen der Qualitätssicherung zu unterziehen: der institutionellen Akkreditierung als Hochschule durch den Wissenschaftsrat und der Akkreditierung von Studiengängen durch Agenturen.

Zertifikat

Im Gegensatz zum Zeugnis ist ein Zertifikat eine Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einer Prüfung, die nicht zu einem anerkannten Abschluss führt. Sie wird deshalb vom jeweiligen Weiterbildungsanbieter selbst ausgestellt.

ZVS

Diese Abkürzung steht für die "Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen". Sie ist u. a. für die Auswahl und Verteilung von Studienbewerber/-innen für bestimmte Studiengänge, die bundesweiten Zulassungsbeschränkungen unterliegen (z. B. Medizin, Psychologie, Betriebswirtschaftslehre) zuständig.

Zweiter Bildungsweg

Damit wird der Bildungsweg von Menschen bezeichnet, die nach ihrem Schulabschluss ohne Hochschulzugangsberechtigung eine berufliche Ausbildung absolviert und/oder berufs- oder vergleichbar tätig gewesen sind und auf unterschiedlichem Wege ein Hochschulstudium aufgenommen haben (z.B. Hochschulzugangsberechtigung durch Abendgymnasium).

Zweithörer/-in

Zweithörer/-innen sind an einer Hochschule eingeschriebene Studierende, die zusätzlich Lehrveranstaltungen an einer weiteren Hochschule mit Prüfungsberechtigung besuchen.

 

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