Details zur Veranstaltung
Allgemeines Vorlesungswesen - ÖFFENTLICHE VORTRÄGE
| Allgemeine Angaben | |
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| Bildungsinhalte | Programmübersicht: 00 Carl Friedrich von Weizsäcker Vorlesungen 2011: Exploring New Grounds in Elementary Particle Physics 01 Science Diplomacy – Internationale wissenschaftliche Kooperation für Frieden und nachhaltige Entwicklung 02 Friedensbildung – Grundlagen und Fallbeispiele 03 Naturwissenschaftliche Beiträge zur Friedensforschung 04 Global Constitutionalism 05 Fundamentalismus – Phänomene, Anliegen, Funktionen 06 Das philosophische Wissen des Buddhismus 07 Tibetische Textkultur 08 Das Jahrhundert der chinesischen Revolution 09 Grenzverläufe ENTFÄLLT! 10 Hinterm Horizont geht\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\'s weiter 11 Exil – Literatur – Judentum 12 Vergegenwärtigung von Erinnerung 13 Mediale Erinnerung und transkulturelle Kommunikation 14 Konsum, Shoppen, Alltag, Kontrolle 15 Medienkompetenz 16 Medienkompetenzförderung in Hamburg 17 Interkulturelle Bildung 18 Lernen als Teilhabe 19 Behinderung ohne Behinderte!? 20 Ehrenamt – Potentiale und Perspektiven 21 Das Akademische Gymnasium – Bildung und Wissenschaft in Hamburg 1613–1883 22 Lehnstuhl und Elfenbein 23 Erfahrungen mit miss(verständ)licher(?) Bürokratie 24 Respekt in der Krise 25 Staging Multilingualism 26 Südostasien im Film – Geschichte, Ereignisse, Personen 27 Move it! Tanz/Film 28 Faust I und II – Reihe „Theater und Universität im Gespräch“: Symposium XIV 29 Wunder in Kunst und Pädagogik 30 Singende Königinnen, tanzende Prinzen: Musik an europäischen Höfen (Reihe der Hochschule für Musik und Theater) 31 Jenseits der Geschlechtergrenzen 32 Physik im Alltag 33 Biomathematik und Bioinformatik 34 Nanomaterialien in der zukünftigen Energieversorgung 35 Fishing for Careers 36 Was wie wofür studieren? http://www.aww.uni-hamburg.de/programm_wise1112.html Für genaue Angaben zu Zeit und Ort der Veranstaltung benutzen Sie bitte den jeweiligen Link in der Beschreibung. Beschreibung: 00 Exploring New Grounds in Elementary Particle Physics Nobelpreisträger Prof. Dr. Gerard ‘t Hooft trägt zur Elementarteilchenphysik vor. Die diesjährigen Carl Friedrich von Weizsäcker-Vorlesungen finden vom 28. November bis 01. Dezember 2011 statt und werden von Professor Dr. Gerard ‘t Hooft zum Thema „Exploring New Grounds in Elementary Particle Physics“ gehalten. Professor ’t Hooft forscht und lehrt am Spinoza Institut der Universiteit Utrecht. Er ist unter anderem durch seine Arbeiten zur Renormierung von Eichtheorien, zur Theorie der Anomalien in der Quantenfeldtheorie sowie zur Theorie der Quark hervorgetreten. Professor ’t Hooft erhielt 1995 den Spinoza-Preis und 1999 – gemeinsam mit Martinus Veltmann – den Nobelpreis für Physik für entscheidende Beiträge zur Quantenfeldtheorie und insbesondere für den Renormierungsbeweis der Theorie der elektroschwachen Wechselwirkung. http://www.aww.uni-hamburg.de/WeizsaeckerWS2011.html 01 Science Diplomacy – Internationale wissenschaftliche Kooperation für Frieden und nachhaltige Entwicklung (Carl Friedrich von Weizsäcker-Friedensvorlesung) Unter Science Diplomacy wird die Rolle von Wissenschaft verstanden, zur Friedensbildung und zur Völkerverständigung beizutragen. Dies kann etwa durch den Transfer von Wissen und die Gewinnung von neuen Erkenntnissen geschehen, etwa zur Konfliktbewältigung und zum Wiederaufbau in Nachkriegsgesellschaften oder fragilen Staaten. Dies kann aber auch schon durch persönliche Begegnungen und nicht zuletzt durch das Aufrechterhalten von Kommunikationswegen erreicht werden, wenn auf dem diplomatischen Feld eisige Spannungen herrschen. Science Diplomacy ist besonders gefragt für globale Herausforderungen der Menschheit, wie Klimawandel, Armut, Welternährung, nukleare Proliferation oder Infektionsausbreitung, die einzelne Länder alleine nicht lösen können. In dieser Ringvorlesung werden Aktivitäten in Hamburg vorgestellt, die in dem hier genannten Sinne als Science Diplomacy aufgefasst werden können. Das Ziel dieser Veranstaltung ist einerseits beispielhaft zu zeigen, welchen Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung die Wissenschaft in Hamburg bereits leistet. Andererseits soll angeregt werden, die passenden Forschungsaktivitäten im Hinblick auf das Leitbild von Science Diplomacy auszuweiten und darzustellen. Das Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) der Universität Hamburg möchte mit dieser Ringvorlesung den Impuls geben, ein gemeinsames Selbstverständnis zu entwickeln, demzufolge die Internationalisierung der Universität Hamburg mit den Zielen von Science Diplomacy eine zusätzliche Motivation erhält. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Science_Diplomacy.html 02 Friedensbildung – Grundlagen und Fallbeispiele Friedensbildung stärkt die Wahrnehmung und vermittelt Fähigkeiten zum konstruktiven Umgang mit Konflikten. Konflikte entstehen immer wieder neu. In dieser Vorlesung werden eine Reihe von Konfliktfeldern vorgestellt und es werden Ansätze zu ihrem Verständnis und zu ihrer konstruktiven Bearbeitung vermittelt. Das Thema wird hier in einem doppelten Sinn verstanden: Zum einen wird Bildung als „Arbeit an der Kultivierung der Gesellschaft und der eigenen Biografie“ (Martin Kahl) verstanden, zum anderen bedeutet Friedensbildung auch die theoriegeleitete Praxis der friedlichen Klärung und nachhaltigen Lösung von politischen und sozialen Konflikten. Mitglieder des Initiativkreises Friedensbildung aus den Bereichen Politische Wissenschaft, Psychologie, Rechtswissenschaft, Medizin, Physik und Theologie sowie einige Gäste bieten einen Einstieg in das Themengebiet. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Friedensbildung.html 03 Naturwissenschaftliche Beiträge zur Friedensforschung Naturwissenschaftliche Erkenntnisse und neue technologische Entwicklungen beeinfl ussen auch heute die Kriegsführung sowie die Möglichkeiten zur Abrüstung, friedlichen Krisenprävention und Konfliktbeilegung. In der Vorlesung sollen die naturwissenschaftlichen Grundlagen sowie die Rüstungsdynamik im Bereich der Massenvernichtungswaffen, der konventionellen Kriegsführung und des Terrorismus ebenso wie die Möglichkeiten ihrer Einhegung durch Rüstungskontrolle, Abrüstung und Vertrauensbildung verdeutlicht werden. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/naturwissenschaftliche_beitraege.html 04 Global Constitutionalism Thinking about Justice, Legitimacy and Democracy in Global Terms The 21st century has brought about a change from merely globalised to constitutionalised international relations. The shift comes with a paradox: While international organisations have undergone processes of constitutionalisation, compliance with international law is highly contested. At the same time, most international actors including both states and non-states would be in broad agreement that legitimacy and legality matter in international relations. The paradox has been addressed by lawyers and political scientists from a range of theoretical angles who raised questions about the relationship between different legal orders and the role of international organisations. Specifically, recent studies of global constitutionalism have discussed ways in which the United Nations (UN) can be incorporated into a constitutional order and developed methods to assess the constitutionalisation of international organisations such as the World Trade Union (WTO), the European Union (EU), Mercosur and others. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/global_constitutionalism.html 05 Fundamentalismus – Phänomene, Anliegen, Funktionen In den letzten Jahrzehnten treten fundamentalistische Positionen und Argumentationsweisen verstärkt auf. Die iranische Revolution oder muslimischhinduistischen Konflikte in Indien, christlich beeinflusste Rechte in den USA oder die Anschläge vom 11. September 2001 wurden mit religiösen Motiven begründet. Ursprünglich als Bezeichnung einer strengen religiösen Bewegung innerhalb des amerikanischen Protestantismus entstanden, wird der Begriff Fundamentalismus mittlerweile für radikale religiöse Positionen unterschiedlicher Religionen verwendet, beispielsweise in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Vorlesungsreihe ist interdisziplinär und interreligiös ausgestaltet. Sie wird grundsätzliche Fragen zum Thema Fundamentalismus aufnehmen, aber auch mit konkreten und aktuellen Beispielen zu einer kritischen Diskussion des Themas Fundamentalismus anregen. Die Ringvorlesung wird von der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg verantwortet. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Fundamentalismus.html 06 Das philosophische Wissen des Buddhismus Philosophische Denkrichtungen im Lichte von Gegenpolen und Paradigmawechsel Wenn wir davon ausgehen, dass menschliches Denken historischen Veränderungen unterliegt, wie hat sich dann im Buddhismus neues philosophisches Wissen entwickelt? Wie haben sich neue Sichtweisen durchgesetzt? Warum haben bisherige Fragestellungen, Betrachtungsweisen und Realitätsentwürfe nicht mehr ausgereicht? Gab es parallele kulturgeschichtliche Tendenzen? Welcher Art sind die Erweiterungen oder Verschiebungen? Was waren die neuen Argumentationsmuster? Welche Begriffe spielen eine tragende Rolle? Wie stellen sich die sich neu orientierenden Richtungen zu ihren Vorläufern und wie stellen Lehrbücher philosophische Wenden dar? Ziel der Vortragsreihe ist es, diese und ähnliche Fragestellungen anhand der buddhistischen Denkrichtungen Madhyamaka, Yogacara und Pramana zu erörtern. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Philosophische_Wissen_Buddhismus.html 07 Tibetische Textkultur Alte Schätze, neue Entdeckungen Zu den wertvollsten Schätzen, die der tibetische Kulturraum der Menschheit anzubieten hat, zählen seine alten Schriften und Texte. Die Entwicklung der tibetischen Schriften und die Einführung des Buddhismus im 7. Jahrhundert in Tibet bildeten den Auftakt für das jahrhundertelange Projekt der Übersetzungen von primär indischen buddhistischen Texten. Dieses Unternehmen war von beachtlichem Umfang, was die Anzahl und Qualität der Übersetzungen anbelangt. Im Laufe der Zeit wurden Herstellung, Übertragung, Verbreitung und Bewahrung der Schriften zu dem angesehensten Unterfangen im tibetischen Kulturraum. Da die Texte die Lehre Buddhas beinhalten, wurden ihnen auch wundersame Attribute zugeschrieben, und sie erlangten unterschiedliche performative Funktionen. Obwohl in den vergangenen Jahrzehnten bereits große Mengen an Texten zugänglich gemacht wurden, werden bis zum heutigen Tage spannende alte Schätze in Form von Manuskripten, Blockdrucken oder Inschriften entdeckt. In dieser Vorlesungsreihe werden sechs Wissenschaftler über ihre neuen Entdeckungen alter tibetischer Texte referieren. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Tibetische_Textkultur.html 08 Das Jahrhundert der chinesischen Revolution Am 10.10.1911 probte eine kleine konspirative Zelle von „Revolutionären“ in der südchinesischen Stadt Wuhan den Aufstand gegen die manjurische Regierung der Qing. Dieser Aufstand erschien zunächst wie einer von vielen kleinen Aufständen, die in den Jahren zuvor regelmäßig gescheitert waren. Doch diesmal verbreitete er sich binnen kurzer Zeit über ganz China. Innerhalb von anderthalb Monaten hatten 15 Provinzen ihre Unabhängigkeit erklärt, was schließlich zum Sturz der Qing-Dynastie, ja zum Ende des chinesischen Kaiserreiches führte. Die „Xinhai-Revolution“ gilt als epochaler Einschnitt in der Geschichte des modernen China. Auf Taiwan ist der „Doppelzehnte“ Nationalfeiertag, und auch in der Volksrepublik China wird das Andenken dieser Revolution geehrt. Allerdings bleibt ihr Verständnis ambivalent: War die Revolution das entscheidende Ereignis, das die Geburt eines neuen Chinas markiert, oder nur ein Intermezzo, das kurz darauf in eine konservative Restauration mündete? War sie die Revolution oder nur ein bürgerliches Vorspiel zur eigentlichen „Befreiung“ im Jahre 1949? Wie bedeutend ist dieses politische Ereignis überhaupt vor dem Hintergrund der radikalen gesellschaftlichen Umbrüche in den Jahrzehnten davor und danach? Diesen Fragen geht die Ringvorlesung nach. Ihre Themen sind nicht nur die Ereignisse von 1911, sondern ihre Nachwirkungen auf eine Zeit, in der China größere Umbrüche erlebte als je zuvor: das Jahrhundert der chinesischen Revolution. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Jahrhundert_der_chinesischen_Revolution.html 09 Grenzverläufe ENTFÄLLT! Italien und Slowenien im Dialog Italien, Inbegriff des sonnigen Südens, und das ehemalige sozialistische Land Slowenien scheinen auf den ersten Blick wenig Berührungspunkte aufzuweisen. Sie verbindet jedoch eine gemeinsame Geschichte, während gleichzeitig zwischen ihnen eine Grenze verläuft, die beide Länder lange Jahre nicht nur geographisch, sondern auch politisch trennte. In Hamburg soll diese Grenze erforscht und überquert werden: Nachwuchswissenschaftler der Institute für Slavistik und Romanistik öffnen die Grenzen ihrer Fächer und führen mit Hamburger sowie auswärtigen Experten aus Geschichts-, Sprach- und Literaturwissenschaft einen Dialog über Möglichkeit und Existenz von „Grenz-Identitäten“. Anstatt von einem klar getrennten Diesseits und Jenseits der Grenze auszugehen, speisen sich – so eine These, die es zu verifi zieren gilt – Grenzräume aus den auf beiden Seiten existierenden Identitäten, denen das „Andere“ als Teil des eigenen Selbstbildes bereits eingeschrieben ist. Als exemplarischer Kulturraum steht die slowenisch-italienische Grenzregion mit ihrer wechselvollen Geschichte und den pluriethnischen Verwicklungen im Fokus. Ein Blick über die „Grenzen des Grenzgebiets“ hinaus ermöglicht zusätzlich den Vergleich mit Erfahrungen in anderen europäischen Grenzregionen. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Grenzverlaeufe.html 10 Hinterm Horizont geht’s weiter Ost-West-Begegnungen in der Frühen Neuzeit Die Begegnung mit dem Osten in der Frühen Neuzeit stand lange im Schatten der Entdeckung der Neuen Welt, dabei spielt die Auseinandersetzung mit den älteren Kulturen im Osten eine nicht minder wichtige Rolle im kulturellen Geflecht der Epoche. Zugleich war diese Begegnung von grundsätzlich anderer Art als jene mit Amerika: Imaginierte man die Neue Welt im Westen als tabula rasa, die der Einschreibung durch europäische Kulturen wenig entgegenzusetzen hatte, so stieß man im Osten oft auf bereits hoch entwickelte Kulturen. Das verlangte einen sehr viel diplomatischeren Umgang und zog oftmals eine Reflexion der eigenen Kultur nach sich, die hier nicht einfach exportiert werden konnte und immer wieder an Grenzen stieß. In einer Reihe von Beiträgen, in denen es unter anderem um europäische Reiseberichte, neulateinische Lehrgedichte, Opernlibretti, Dramen, architektonische Einflüsse, Rituale der Diplomatie und den Austausch kultureller Güter gehen wird, möchte diese Ringvorlesung unterschiedliche östliche und westliche Perspektiven auf die Begegnungen zwischen Orient und Okzident in der Frühen Neuzeit vorstellen. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/hinterm_horizont.html 11 Exil – Literatur – Judentum Mit der Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung stellte sich für viele jüdische Literaten und Intellektuelle die Frage danach, ob eine deutsch-jüdische Symbiose jemals mehr als eine Wunschphantasie gewesen war. Für viele wurde mit der Assimilation an die deutsche Kultur dabei zugleich auch die für die jüdische Moderne prägenden Konzepte von Assimilation und Akkulturation als solche fragwürdig. Wo nicht eine Hinwendung zum Zionismus die Konsequenz war, lässt sich jenseits religiöser Orientierung häufig eine verstärkte Auseinandersetzung mit jüdischen Traditionen von Diaspora und Galut (Exil) beobachten. Gegen die Idee einer nationalstaatlichen Verwurzelung und Identifi zierung behauptet diese Tradition Exil nicht als Gegenbegriff zu Heimat, sondern als eine besondere Kondition, in welcher das Ankommen, das Sich-Verorten zugunsten einer Prozessualität und Medialität von Identitätsentwürfen auf Distanz gehalten erscheint (z. B. im emphatischen Bezug auf Buch und Text, Schrift und Schriftauslegung). http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Exil_Literatur_Judentum.html 12 Vergegenwärtigung von Erinnerung Fragen und Antworten zum Gedenken an die Opfer der NS-Herrschaft Mit unserer Ringvorlesung wollen wir dem fortgesetzten Interesse, den Holocaust im öffentlichen Bewusstsein zu historisieren, entgegenarbeiten. Wir stellen eine Bestandsaufnahme zur Wahrnehmung der vielschichtigen Dimensionen der NS-Herrschaft in der deutschen Erinnerungskultur und ihrer Vermittlungsformen vor. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Vergegenwaertigung_Erinnerung.html 13 Mediale Erinnerung und transkulturelle Kommunikation Eine Spurensuche Gesellschaftliche Erinnerungsarbeit erfolgt in modernen Gesellschaften unter entscheidendem Einfluss der Massenmedien und des Journalismus. Sie gilt als elementarer Bestandteil des gesellschaftlichen Selbstverständigungsprozesses und der Konstruktion kollektiver Identitäten. Traditionell sind dabei vor allem die Nation und die Region zentrale Bezugspunkte gesellschaftlicher Erinnerung. Angesichts weltweiter Austauschprozesse müssen Kulturen allerdings zunehmend als miteinander verflochten betrachtet werden. Individuen bzw. soziale Gruppen weisen deshalb, so das Konzept der Transkulturalität, plurale Zugehörigkeiten auf. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Ringvorlesung mit dem Verhältnis von Transkulturalität und gesellschaftlicher Erinnerungsarbeit. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Mediale_Erinnerung.html 14 Konsum, Shoppen, Alltag, Kontrolle Einkaufen gehen, Shoppen, Schnäppchen und Rabatte – Alltagspraktiken, über die nicht groß nachgedacht wird, die selbstverständlich sind. Wir leben in einer Konsumgesellschaft – nicht nur in Europa, sondern weltweit. Von den ersten Warenhäusern im 19. Jahrhundert über die großen Konsumtempel, bis hin zu den gigantischen Shopping Malls heutiger Tage bestimmt der Konsum maßgeblich unsere Gesellschaften und hat alle Lebensbereiche erfasst. Marketing und Kundenbindung wurden zu zentralen Bereichen des Warenverkehrs. Unsere Wünsche, Vorlieben und Konsummuster sind längst selbst zu Handelsgütern geworden. Über Kundenkarten und Datenbanken werden diese kontrolliert – und wir selbst zu gläsernen Konsumenten. Was aber heißt eigentlich Konsum? Was ist die Konsumgesellschaft und was war davor? Gibt es überhaupt noch nichtkapitalistische Formen des Konsums – und wenn ja, was bedeutet das und was macht diese Formen aus? Ist Konsum nur die kapitalistische Warenzirkulation oder steckt mehr dahinter, z. B. die Pflege sozialer Beziehungen, welche nicht allein der Akkumulation von Reichtum dienen? In sechs Vorträgen soll diesen und weiteren Fragen nachgegangen und so das Phänomen des Konsums aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Die Vorträge der Reihe werden jeweils zentrale Aspekte von Konsum darstellen und analysieren. Ziel ist es zu zeigen, was Konsum in unseren Gesellschaften bedeutet, was ihn zur Alltagspraktik macht und warum gerade diese Alltagspraxis in modernen „Konsumgesellschaften“ so vielfältige Anschlusspunkte für eine Kontrolle der Verbraucher bietet. Darin, so eine These, liegt der Grund, warum diese Kontrolle nicht oder nur unzureichend wahrgenommen werden kann. http://www.aww.uni-hamburg.de/av/Konsum_Shoppen_Alltag.html 15 Medienkompetenz Digitale Medien in Studium, Lehre und Beruf Digitale Medien beeinfl ussen unseren Alltag auf vielfältige Weise. Wir lesen Zeitungen online, sehen die vergangene Vorlesung unterwegs, betreten digitale Spielwelten und besuchen Ausstellungen im Web. Wir bewerten, kommentieren, twittern, bloggen, lernen, spielen, gestalten und musizieren. Im Internet scheinen die Grenzen zwischen Mediennutzung und -produktion zu verschwimmen, während der Zugriff per Smartphone tendenziell von jedem Ort zu jeder Zeit möglich wird. In der Ringvorlesung werden unter anderem die genannten Phänomene von Expertinnen und Experten vorgestellt, die Strategien der Informationsvermittlung hervorgehoben und über die speziellen Auswirkungen und Herausforderungen des Einsatzes von digitalen Medien in Studium, Lehre und Beruf diskutiert. Veranstaltet wird die Reihe vom Medienkompetenzzentrum des Regionalen Rechenzentrums der Universität Hamburg. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Medienkompetenz.html 16 Medienkompetenzförderung in Hamburg Projekte und Perspektiven eines pädagogischen Praxisfeldes Die hohe Dynamik, mit der in den letzten Jahren alle Lebensbereiche mit digitalen Medien durchdrungen wurden, verdeutlicht den wachsenden Bedarf an Förderung von Medienkompetenz und die damit verbundenen neuen Herausforderungen. Die Möglichkeiten gesellschaftlicher, politischer und beruflicher Partizipation sind heute wesentlich durch Medien und die Art ihrer Nutzung geprägt. Die Förderung von Medienkompetenz wird damit zum prioritären Thema für ein zukunftsfähiges Bildungssystem. Um ihre Potentiale nutzen zu können, bedarf es in einer Medienstadt wie Hamburg eines Zusammenspiels unterschiedlicher Handlungsfelder und Angebote für die verschiedenen Dimensionen und Zielgruppen der Medienkompetenzförderung. Die Teilnehmer/-innen der Veranstaltung erhalten einen umfassenden Einblick in die Theorie und Praxis der Medienkompetenzförderung. An Beispielen aus Hamburg wird das Berufsfeld Medienpädagogik vorgestellt und vielfältige medienpädagogische Konzepte und Praxen können reflektiert werden. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Medienkompetenzfoerderung.html 17 Interkulturelle Bildung Bildungs- und Erziehungseinrichtungen müssen mit der sprachlichen, kulturellen und sozialen Heterogenität ihrer Kinder und Jugendlichen so umgehen können, dass niemand aufgrund seiner Herkunft benachteiligt wird. Mehr noch: Sie sollten diese Situation und die Ressourcen, die darin liegen, konsequent nutzen. Der Umgang mit Heterogenität bildet daher eines der drei prioritären Themen der Lehrerbildung. Die „Interkulturelle Bildung“ greift die mit dem Thema verbundenen Herausforderungen auf. In den Beiträgen der Ringvorlesung werden Einblicke in die Entwicklung dieses Ansatzes gegeben, Theorieentwicklung und Forschungsergebnisse präsentiert und Erfahrungen aus seiner pädagogischen Praxis zur Diskussion gestellt. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Interkulturelle_Bildung.html 18 Lernen als Teilhabe Der Begriff der gesellschaftlichen Teilhabe als Partizipation an der Entwicklung der ökonomischen, sozialen und politischen Welt ist voller Spannungen und zugleich steht er für große Hoffnungen. Teilhabe soll das friedliche und förderliche Zusammenleben gesellschaftlicher Gruppen – Junge und Alte, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Frauen und Männer, Menschen mit und ohne Behinderung – verbessern helfen und die Entwicklung der Einzelnen zu mündigen Bürgern ermöglichen, während er zugleich für einen grundsätzlichen Anspruch an Demokratie und soziale Gerechtigkeit steht. Wer sind jedoch diejenigen, die ihren Anspruch auf Teilhabe realisieren und formulieren können? Welche Gründe könnten sie haben? Und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Teilhabe, so viel ist sicher, geschieht nicht von allein. Es braucht eine Vorstellung von der Möglichkeit von Beteiligung, von gerechtfertigten Ansprüchen, von Kritik an und Veränderung von herrschenden Verhältnissen. Teilhabe will gelernt sein. Lernen und die Lernenden wiederum sind grundsätzlich unverfügbar. Das zeigt sich besonders in der Erwachsenenbildung. Kann Teilhabefähigkeit gelernt werden? Die Ringvorlesung „Lernen als Teilhabe“ will Aspekte von Teilhabe als Lernfeld abschreiten und zugleich dem Lernen als einer Form der Erweiterung der Weltverfügung und damit der Ermöglichung von Teilhabe einen Platz in der Erwachsenenbildung eröffnen. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Lernen_Teilhabe.html 19 Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies Disability Studies (DS) sind ein interdisziplinärer wissenschaftlicher Ansatz, der aus der politischen Behindertenbewegung im angelsächsischen Sprachraum hervorgegangen ist. Richtungweisend für DS ist das so genannte soziale Modell von Behinderung, das davon ausgeht, dass Behinderung ausschließlich gesellschaftlich verursacht wird und dass in allen menschlichen Lebensbereichen behindernde Barrieren auftreten, die von Behinderung betroffenen Menschen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben erschweren. Darüber hinaus ist für DS die Sichtweise selbstbetroffener Menschen maßgeblich. Die allen Studierenden wie Interessierten offen stehende Ringvorlesung bietet einen Zugang zu unterschiedlichen Themen, die für DS bedeutsam sind. http://www.aww.uni-hamburg.de/Behinderung.html 20 Ehrenamt – Potenziale und Perspektiven 2011 ist das „Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit“ – benannt vom Europäischen Rat, um stärker ins Bewusstsein zu rücken, dass in Europa mehr als 100 Millionen Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich tätig sind. Das entspricht rund 30 % der europäischen Bevölkerung. Lange Zeit galt das Ehrenamt als Auslaufmodell, das seine gesellschaftliche Bedeutsamkeit langsam aber sicher verloren hat. Mittlerweile rückt es unter neuen Leitbegriffen wie „bürgerschaftliches Engagement“, „Freiwilligenarbeit“, „Gemeinwohlorientierung“, „Freiwilligensektor“ wieder in das öffentliche Bewusstsein. Wurden tatsächlich nur die Begriffe ausgetauscht? Oder verbindet sich damit nicht vielmehr ein Wandel im Selbstverständnis? http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Ehrenamt.html 21 Das Akademische Gymnasium – Bildung und Wissenschaft in Hamburg 1613–1883 Ab 1613 beherbergte Hamburg mit dem Akademischen Gymnasium die für eine freie Stadt als angemessen geltende Institution höherer Bildung: Hier konnten Vorlesungen in den „artes liberales“ besucht werden, die damals dem Studium in den „höheren Fakultäten“ vorausgingen. Besonderes Ansehen verdankte diese Hamburger „Vor-Universität“ Gelehrten wie Joachim Jungius, Rektor von 1629 bis 1657, und im späten 18. Jahrhundert den tätigen Aufklärern Hermann Samuel Reimarus und Johann Georg Büsch. Im 19. Jahrhundert wurde die Einrichtung zunehmend obsolet und 1883 formell aufgelöst. Über 3.000 Studenten waren in den 270 Jahren ihrer Existenz eingeschrieben. Die Ringvorlesung will die Geschichte des Akademischen Gymnasiums, zeitweise das Zentrum des wissenschaftlichen Lebens in Hamburg, vielfältig beleuchten: über Personen und Fächer, im Kontext der Stadtgeschichte und im Vergleich mit ähnlichen Einrichtungen an anderen Orten. Zum 400. Jahrestag des Akademischen Gymnasiums werden die Beiträge in einem Sammelband der Reihe „Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte“ 2013 veröffentlicht. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Das_akademische_Gymnasium.html 22 Lehnstuhl und Elfenbein Was macht die Philosophie? Es ist ein altbekanntes Vorurteil: Philosophen verbringen grübelnd ihre Zeit in Abschottung von der Welt, oft in eine Tweedjacke gehüllt und an einem Kamin im Turmzimmer sitzend. Doch auf diese Weise kann nichts als eitles Gedankenspiel ersonnen werden; mit der Welt werden die Ergebnisse solcher reinen Geistesarbeit nichts zu tun haben. Die methodologische Selbstreflexion gehört, nicht zuletzt wegen solcher Vorurteile, von jeher zu einem der philosophischen Grundanliegen. Tatsächlich trägt sie auch wesentlich zu einem Verständnis davon bei, was die Philosophie selbst eigentlich auszeichnet. Denn am Tun kann man sie, zumindest teilweise, erkennen. Was also ist dieses besondere Geschäft der Philosophen, das Philosophieren? Welche kognitiven Vermögen spielen beim Philosophieren eine Rolle, und welchen erkenntnistheoretischen Status haben die Ergebnisse, die dabei erzielt werden? In dieser Ringvorlesung betrachten Philosophinnen und Philosophen diese Fragen, jeweils mit einem Fokus auf einer prominenten philosophischen Methodik. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Lehnstuhl_Elfenbein.html 23 Erfahrungen mit miss(verständ)licher(?) Bürokratie Konflikt- und Motivationsforschung am Arbeitsplatz XXX II Wenn man sich das Engagement vor Augen führt, mit dem junge Menschen antreten, um herauszufinden, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen und welche Rolle sie einmal in der Gesellschaft spielen können, ist es schwierig zu verstehen, weshalb sich eine große Zahl schon bald resigniert zurückzieht. Verallgemeinerungen wie „es hat ja sowieso alles keinen Zweck“ spiegeln die Entmutigung wider, die sich aufgrund von radikalen Anforderungen und unlösbar erscheinenden Stress-Situationen ausbreitet. Selbstverständlich bedarf es klarer Strukturen und Regelungen, damit in unserer Leistungsgesellschaft Erfolge erzielt werden können. Aber es bedarf auch geeigneter Vorbilder. In dieser Hinsicht gibt es in Spitzenpositionen einige (zu viele?) schwarze Schafe, die das Vertrauen zerstören (Korruption in Konzernen, Bankenskandale, Steuerflucht). Wenngleich der Wildwuchs zum so genannten Wasserkopf der Bürokratie anscheinend immer wieder unaufhaltsam stattfindet, werden Lösungsmöglichkeiten vorgestellt. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Missverstaendlicher_Buerokratie.html 24 Respekt in der Krise http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Respekt_in_der_Krise.html Anthropologische Psychiatrie – Philosophische Aspekte psychischer Erkrankungen Psychische Krankheiten nur als Abweichung von statistischen Normen oder als Folge entgleister Transmitter zu verstehen, wird dem Wesen des Menschen nicht gerecht. Philosophische Betrachtungen zu Menschenbild und therapeutischem Handeln eröffnen einen neuen Diskurs zwischen sozialer und somatischer Psychiatrie, zwischen Medizin und Psychologie, zwischen beruflichen Experten und solchen aus eigener Erfahrung. 25 Staging Multilingualism Performanzen von Mehrsprachigkeit in Medien, Institutionen und Alltag Die Vorlesungen des Forschungsnetzwerks LiMA thematisieren Formen und Funktionen mehrsprachiger Kommunikation in verschiedenen institutionellen Kontexten. Unter dem Motto „Staging Multilingualism“ wird in diesem Jahr der bewusste, strategische Umgang mit Mehrsprachigkeit in den Vordergrund gestellt. In den letzten Jahrzehnten haben sich verschiedene Organisationen und Institutionen von weitgehend monolingualen Domänen zu Schauplätzen mehrsprachiger Praktiken verwandelt. Mediengattungen wie Film, Werbung und Realityfernsehen sind Beispiele dafür, wie Mehrsprachigkeit in der Spannung zwischen nationalstaatlichen Öffentlichkeiten und transnationalen Prozessen der Migration und Globalisierung inszeniert wird. In öffentlichen und institutionellen Kontexten kann durch den gezielten Umgang mit zwei oder mehreren Sprachen kommunikativer Mehrwert erzielt werden, gemeinsam geteilte Stereotypen von Mehrsprachigkeit werden dabei vergegenwärtigt, spielerisch bestätigt oder kritisch angefochten. Auch im privaten Alltag weisen mehrsprachige Praktiken performative und ideologische Momente auf, indem sie von den Kommunikationspartnern mit sozialen Bedeutungen aufgeladen werden. Im Rahmen der Ringvorlesung werden international ausgewiesene Forschende diese Themen, die mit aktuellen Hamburger Forschungsschwerpunkten vielfach Schnittstellen aufweisen, theoretisch und empirisch vertiefen. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/staging_multilingualism.html 26 Südostasien im Film – Geschichte, Ereignisse, Personen In der Reihe „Südostasien im Film“ geht es darum, abwechslungsreiche Filme aus der Region Südostasien, mit besonderer Berücksichtigung der Länder Thailand, Indonesien und Vietnam, vorzuführen. Die Auswahl der Filme wurde von den jeweiligen Lektoren der einzelnen Arbeitsbereiche Vietnamistik, Thaiistik und Austronesistik vorgenommen. Es werden thematisch breitgefächerte Dokumentar- als auch Spielfilme gezeigt, die einen Einblick in Repräsentationen historischer Ereignisse geben. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Suedostasien_Film.html 27 Move it! Tanz/Film Die Beziehung zwischen Film und Tanz ist so alt wie der Film selbst. Seit Beginn der Filmgeschichte stehen bewegte Bilder und bewegte Körper in einem Verhältnis der wechselseitigen Inspiration und Transformation. Wir beginnen bei der Abbildung tanzender Körper im frühen Film, bewegen uns über die „tanzenden“ abstrakten Formen des absoluten Films zu den menschlichen Ornamenten des Revuefilms von Busby Berkley. Von den klassischen Hollywoodmusicals, ihren postmodernen und postkolonialen Varianten, dem Musikvideoclip und aktuellen Umsetzungen in 3D, lässt sich entlang der Filmgeschichte eine Auseinandersetzung mit dem Tanz nachvollziehen. Diese intermediale Beziehung zwischen Film und Tanz, Rhythmus, Bild und Bewegung will die Ringvorlesung ausloten und nach den Ausdrucksformen ihrer wechselseitigen Einflussnahme, aber auch den Funktionen von Tanz und seiner Inszenierung innerhalb der filmischen und filmhistorischen Kontexte fragen. Welche Auswirkungen hat die filmische Auflösung für die Gestalt des Tanzes? In welchen Punkten kann der Film die ästhetische Erfahrung des Tanzes erweitern, wenn er mittels der Kamera perspektivische Ansichten auf den Tanzkörper ermöglicht, die eine Bühnenperformance nicht erreichen kann? Welche narrativen Muster, Motivkomplexe und Figurenkonstruktionen haben sich etabliert? Welche Vorstellungen und Machtkonstellationen sind dem Tanz als Motiv im Film eingeschrieben? http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/move_it.html 28 Faust I und II Von Johann Wolfgang von Goethe in der Inszenierung von Nicolas Stemann Reihe „Theater und Universität im Gespräch“: Symposium XIV Das Symposium, das anlässlich Nicolas Stemanns Inszenierung von „Faust I und II“ am Thalia Theater Hamburg stattfindet, wird der Frage nachgehen, wie sich die beiden Teile nicht nur hinsichtlich ihrer dramatischen Handlung und sprachlichen Verfasstheit unterscheiden, sondern auch ganz grundsätzlich in ihrer Konzeption und Bühnentauglichkeit. Denn während der sich mit Unterbrechungen über sechs Jahrzehnte erstreckenden Arbeit am „Faust“-Stoff veränderten sich nicht nur Goethes Ideen zum Wissens- und Erfahrungskosmos, der zur Darstellung gebracht werden sollte, erheblich, sondern auch seine Vorstellungen zur Wirksamkeit der Bühne. Das Symposium lädt dazu ein, sich in Vorträgen, Diskussionen und in Gesprächen mit dem Regieteam mit der Herausforderung auseinanderzusetzen, die von einer Betrachtung wie auch Inszenierung von „Faust I und II“ als Gesamtprojekt ausgeht. 29 Wunder in Kunst und Pädagogik http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Wunder.html Wunder gibt es immer wieder, und es gibt sie überall – oder nicht? Anlässlich der Ausstellung WUNDER, die vom 23. September 2011 bis 5. Februar 2012 in den Deichtorhallen Hamburg zu sehen ist, widmet sich die Ringvorlesung der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft dem „Wunder in Kunst und Pädagogik“. Ausgehend von dem interdisziplinären Ansatz der Ausstellung nehmen Expertinnen und Experten unterschiedlichster Provenienz das Thema Wunder zum Anlass, die Grenzen des eigenen Wissens und der eigenen Disziplinen zu erkunden. Hieran knüpft die Ringvorlesung an. Sie versteht unter Wundern wirksame Geschehnisse radikaler Fremdheit, die sich unseren Erwartungen, Absichten und Erklärungen entziehen. Sie markieren die Grenzen der Rationalität und werden zum Gegenstand von Zweifel, Kritik, Unterwerfungsbereitschaft oder Neugier, nähren den Verdacht auf Betrug, lassen aber auch auf Allmacht hoffen. Fast im Gegensatz dazu haben im christlichen, später hauptsächlich im katholischen Zusammenhang, Wunder Beweischarakter und beruhigen den Zweifel. Sie benötigen Zeugen und die Etablierung einer Tradition, um weiterhin wirksam zu bleiben. Wegen der vieldimensionalen Facetten des Themas werden unterschiedliche Diskurse berührt: kunst- und medientheoretische, erziehungswissenschaftliche, theologische, philosophische, künstlerische, literaturwissenschaftliche, mathematische und nicht zuletzt wissenschaftskritische. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Faust_I_und_II.html 30 Singende Königinnen, tanzende Prinzen: Musik an europäischen Höfen Ringvorlesung Gender Studies XIII Für wen wird musiziert und komponiert? Wer hört zu, beauftragt und bezahlt die Musik, wer ist Adressat von Widmungen, fördert die Musikerinnen und Musiker, macht sie bekannt? In welcher Weise die Beziehungen von Musikerinnen und Musikern untereinander und im Verhältnis zu Mäzeninnen und Mäzenen, zu Schülerinnen und Bewunderern das europäische Musikleben in der Renaissance und im Barock entwickelten und prägten, wollen wir in der 13. Ringvorlesung Gender Studies an der Hochschule für Musik und Theater anhand von sieben Beispielen erkunden. Neben einer Einführung in die jeweiligen musikhistorischen und biografischen Kontexte durch externe Referentinnen und Referenten werden lehrende und studierende Musiker/-innen der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) Erläuterungen zu den vorgestellten Werken und ihrer Aufführungspraxis geben. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Singende_Koeniginnen.html 31 Jenseits der Geschlechtergrenzen Die Ringvorlesung „Jenseits der Geschlechtergrenzen“ wird von der AG Queer Studies organisiert. Sie richtet sich ausdrücklich auch an außeruniversitäre Zuhörerinnen und Zuhörer und bietet ein breites und interdisziplinäres Spektrum an Themen, in denen sich queere Forschungspraxen sowie politische Perspektiven und Aktivismus widerspiegeln. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Jenseits_Geschlechtergrenzen.html 32 Physik im Alltag Von den Elementarteilchen zu den Sternen Können Kugeln bergaufwärts rollen? Warum fallen gleiche Gegenstände unterschiedlich schnell? Was ist ein Blick in die Unendlichkeit? – Spannende Fragen, auf die die Physik eine Antwort weiß. Viele denken bei Physik an die großen Leistungen von berühmten Leuten wie Einstein, Röntgen, Newton und stellen fest, dass ihr Leben nicht direkt etwas damit zu tun hat. Physik ist aber viel mehr als E = mc², Röntgenstrahlen oder F = ma. Sie ist überall in unserem Alltag zu finden – sei es nur die leuchtende Fahrradlampe, der funktionierende Kühlschrank oder das Radio. Naturwissenschaftler gelten in der Gesellschaft als Sonderlinge. „Physik ist verstaubt, langweilig und abgehoben.“ Dieser größtenteils vorherrschenden Überzeugung in den Köpfen der Bevölkerung versuchen wir mit unserer Ringvorlesung „Physik im Alltag“ zu begegnen. Denn: Physik ist interessant, innovativ, fortschrittlich. In diesem Sinne laden wir Sie erneut ein, in die faszinierende Welt der Physik einzutauchen! http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Physik_Alltag.html 33 Biomathematik und Bioinformatik Biomathematik bedeutet vor allem die Entwicklung von geeigneten mathematischen Modellen und Computerverfahren zur Analyse lebenswissenschaftlicher Phänomene. Experten dieser interdisziplinären Forschungsrichtung beschreiben in der Vortragsreihe die Entwicklung statistischer und mathematischer Modelle, mit deren Hilfe sie Prognosen sowie Analysen für medizinische, biotechnologische und pharmazeutische Sachverhalte anfertigen. http://www.aww.uni-hamburg.de/Biomathematik.html 34 Nanomaterialien in der zukünftigen Energieversorgung Der weltweit steigende Energieverbrauch und das Ziel, die Emission von Treibhausgasen wie z. B. CO2 zu senken, erfordern den Ausbau der regenerativen Energien und die Nutzung neuer Energieträger. Bei der Entwicklung der damit verbundenen neuen Technologien werden Materialien, die auf der Nanometerskala strukturiert sind, eine zentrale Rolle spielen, da nur so die zugrunde liegenden physikalisch-chemischen Prozesse in der notwendigen Effizienz ablaufen können. In dieser Vorlesungsreihe stellen Fachleute die damit jeweils verbundenen Grundlagen vor und geben einen Einblick in das jeweilige Potential dieser Technologien. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Nanomaterialien.html 35 Fishing for Careers Eine Veranstaltungsreihe des Career Centers der Universität Hamburg zu Berufseinstieg und Karriereplanung Wie gelingen zufrieden stellende Karrieren? Lässt sich beruflicher Erfolg Schritt für Schritt planen? Ebenso vielfältig wie die Definition von beruflichem Erfolg sind auch die Wege, die dorthin führen. Mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis bildet jede Veranstaltung die Schnittstelle zwischen Universität und Arbeitswelt aktuell ab. Pauschalmaßnahmen und das „richtige“ Rezept sucht man in den Veranstaltungen vergebens. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Fishing_for_careers.html 36 Was wie wofür studieren? Schülerinnen und Schüler sowie andere Interessierte aus Hochschulen und Öffentlichkeit werden in dieser Reihe über Studienfächer der Universität Hamburg informiert. Dabei sein und direkt nachfragen ist immer am besten. Für alle, die dies nicht können, stehen auf unserer Internetseite Videos oder Podcasts der Vorträge zur Verfügung. http://www.aww.uni-hamburg.de/av_/Was_wie_wofuer_studieren.html Wie immer ist der Besuch der Vorlesungen kostenlos und ohne Voranmeldung möglich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! |
| Individueller Einstieg | Möglich |
| Einzeln buchbar | Möglich |
| Bildungsart | Allgemeine Weiterbildung |
| Veranstaltungsform | Vorlesung |
| Veranstalter | Universität Hamburg, Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung |
| Tags | Bauwesen / Architektur Betriebswirtschaftslehre Bibliothekswesen Bildung Biologie Chemie Controlling Didaktik / Methodik Computer / EDV / Informatik Erziehung Finanzen / Steuern Geisteswissenschaft Gender Mainstream Geowissenschaften Geschichte Ingenieurwesen Kommunikation Kultur Kunst Landwirtschaft Literatur Management Marketing Mathematik Medizin / Gesundheit Medien Musik Naturwissenschaft Pädagogik Führung / Personal Philosophie Physik Politik Psychologie Qualitätsmanagement Rechnungswesen Recht Schlüsselqualifikationen Schule Sonstiges Sozialarbeit / Sozialpädagogik Soziologie Sport Sprachen Technik Theater Theologie / Religion Touristik / Freizeit Umwelt Verwaltung Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaftswissenschaften Informatik |
| Veranstaltungsdetails | |
|---|---|
| Lehr- und Lernform | Präsenzstudium |
| Adressaten | Einsteiger, Führungskräfte, Interessierte Laien, Hochschulabsolventen, Fachkräfte, Fortgeschrittene |
| Zugangsvoraussetzungen | Keine |
| Sprache | Deutsch |
| Veranstaltungsorganisation | Abends |
| Themenbereiche | Informatik, Verwaltung, Umwelt, Theologie / Religion, Theater, Technik, Sprachen, Soziologie, Sonstiges, Schule, Recht, Psychologie, Politik, Physik, Philosophie, Pädagogik, Naturwissenschaft, Musik, Medien, Medizin / Gesundheit, Mathematik, Management, Literatur, Kunst, Kultur, Kommunikation, Ingenieurwesen, Geschichte, Gender Mainstream, Geisteswissenschaft, Erziehung, Didaktik / Methodik, Chemie, Biologie, Bildung |
| Abschlussart | Keiner |
| Technische Voraussetzungen | Keine |
Termine
| Veranstaltungszeitraum | Bundesland | Aufwand | Bewerbungsfrist |
|---|---|---|---|
| 17.10.2011 - 10.02.2012 | Weiterbildungsangebote |
| Daten und Fristen | |
|---|---|
| Veranstaltungszeitraum | 17.10.2011 bis 10.02.2012 |
| Unterrichtszeiten | abends |
| Kontaktdaten | |
|---|---|
| Kontakt | Frau Daniela Steinke Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) Universität Hamburg Vogt-Kölln-Straße 30, Haus E 22527 Hamburg |
| daniela.steinke(at)aww.uni–hamburg.de | |
| Telefon | 040/42883-2476 |
| Telefax | 040/42883-2651 |
| Adresse |
Vogt-Kölln-Straße 30, Haus E 22527 Hamburg |
| Bundesland | Weiterbildungsangebote |
